| AUSSTELLUNG - KURT LAMBERT |
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Kurt Lambert wurde 1908 in Berlin geboren und starb 1967, im Alter von nur 59 Jahren, in Hamburg an den Folgen einer Operation.
Er wuchs in Berlin als sehr behütetes Kind auf und träumte bereits während seiner Schulzeit davon, zur See zu fahren, oder – nach dem Abitur – ein Kunststudium zu beginnen. Doch sein Vater, von Beruf Buchbinder bei der Deutschen Bank, sorgte dafür, dass er etwas ‚Ordentliches’ wurde, und so studierte er Pädagogik und Sport und machte 1931 – also mit 23 Jahren – sein Sportlehrerdiplom.
Bereits während dieses Studiums nahm er Malunterricht und studierte dann – von 1932 bis 1938 – Malerei an der Kunstakademie in Berlin.
Lamberts Frühwerk ist gekennzeichnet durch naturalistische Freilichtmalerei, die sich immer deutlicher einem impressionistischen Stil zuwendet, in dem Lambert den momentanen Eindruck von Licht und Landschaft festhält, ohne dabei die gegeständliche Form aufzulösen.
1939 bekam Lambert den Großen Staatspreis für Malerei von der Berliner Akademie der Künste zuerkannt, zusammen mit zwei anderen Künstlern, obwohl er ganz bewusst nicht in die NSDAP eingetreten war und ihm – wohl daraufhin – das Atelier in den Vereinigten Staatsschulen gekündigt wurde. Diese frühe öffentliche Anerkennung war wichtig für ihn und machte ihn über die Grenzen Berlins hinaus bekannt, doch alle weiteren Erwartungen wurden durch den Ausbruch des 2.Weltkrieges zunichte gemacht.
Lambert wurde eingezogen und war bis 1944 als Marinesoldat in Eckernförde stationiert, mit Einsätzen im Ärmelkanal und in der Ostsee.
Im Oktober 1944 wurde ihm der Villa-Romana-Preis zugesprochen.
Nach dem Krieg, bis 1950, blieb er in Eckernförde, da sein Atelier in Berlin ausgebombt worden war. Diese Zeit, direkt nach dem Krieg, war eine harte und bittere Zeit. Für Lambert waren oft die Bilder das einzige Zahlungsmittel, das ihm zur Verfügung stand.
Seit 1946 war Lambert Mitglied im ‚Künstlerbund Schl.-Holst.’ und fing früh an, seine Arbeiten auf Ausstellungen zu präsentieren, unter anderem in Kiel, Flensburg und Eckernförde, später auch u.a. in Essen, Berlin und Hamburg.
Er zog 1950 nach Hamburg um und lebte dort die Winter über. Bereits ab 1948 begann er, die Sommer auf der Insel Sylt zu verbringen. Er mietete sich in Kampen in einem alten Friesenhaus ein kleines Zimmeratelier und blieb dort jedes Jahr von März bis Oktober.
Seit den 50er Jahren sind in Lamberts Werk zusehends expressionistische Einflüsse sichtbar. Eine flächige Farbgebung mit teilweise breiten Konturen, die die Farben voneinander absetzen, geben seinen Bildern einen fast dekorativen Charakter. Die dargestellten Figuren und Landschaften wirken ruhig, Details verschwinden zugunsten einer immer klarer werdenden Linienführung.
Von seinen Studienreisen, die er einmal im Jahr machte, brachte er jedes Mal eine Fülle von Eindrücken mit: Es waren u.a. Reisen nach Ibiza (1956), Amsterdam (1957, 1960), Korsika (1962), Korcula (1963, 1964), Sierra Leone in Westafrika (1965) und Südfrankreich (1967). Die meisten Bilder entstanden allerdings in Hamburg und auf Sylt. Hierbei war vor allem das maritime Leben - Hafen, Boote, Strand und Meer - für Kurt Lambert während seines gesamten Schaffens ein zentrales Thema.
Die Galerie Milan zeigt ausgewählte Werke aus dem Nachlass.
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LEBENSLAUF - KURT LAMBERT |
| Lebensdaten |
| 1908 | geb. in Berlin |
| 1927 | Schulabschluss |
| 1931 | Sportlehrerdiplom |
| 1932 – 1938 | Studium Kunstakademie Berlin |
| 1939 | Staatspreis für Malerei |
| 1939 – 1944 | Kriegsmarine, Eckernförde |
| 1944 | Villa Romana Preis |
| 1944 | Atelier in Berlin zerbombt |
| 1945 – 1950 | Eckernförde |
| ab 1948 | Sommer in Kampen/Sylt |
| 1950 – 1967 | Hamburg |
| 1967 | gest. in Hamburg |
Studienreisen |
| 1927 | Frankreich, Marseille |
| 1943 | Frankreich, Normandie |
| 1953 u. 1954 | Schweden |
| 1956 | Spanien, Ibiza |
| 1957 u. 1960 | Niederlande, Amsterdam |
| 1962 | Frankreich, Korsika |
| 1963 u. 1964 | Jugoslawien, Korcula |
| 1965 | Westafrika, Sierra Leone |
| 1967 | Österreich, Salzburg |
| Italien, Gardasee u. Verona |
| 1967 | Frankreich, Côte D’Azur |
Ausstellungen
1946 - 1967
Kunstsalon Irene Erichsen Eckernförde
Kunsthalle Kiel
Galerie Hehse Eckernförde
Städtisches Museum Flensburg
Galerie Wasmuth, Berlin
Folkwang Museum Essen
Villa Hügel Essen
Böttcherstraße Bremen
Galerie Worpswede
Kupferkanne u. Sturmhaube Kampen/Sylt
Kunsthalle Hamburg
Haus der Heimat Iserlohn
Stadthaus Nordhorn
Deutsche Botschaft Freetown/Sierra Leone Westafrika
Haus Ahrenshoop Kampen/Sylt
Club an der Alster Hamburg
BP-Clubheim Hamburg
1969 - 2005
Galerie der Fa.Wüstenrot Kassel u. Treysa
Kreishauptbücherei Tarp
Galerie am Museum Flensburg
Kulturverein RundUm Boren/Süderbrarup
Kaamphüs Kampen/Sylt
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